Wangerooge

„Gott schuf die Zeit, von Eile hat er nichts gesagt.“ Mit diesen Worten begrüßt Wangerooge, die östlichste der norddeutschen Inseln, ihre Besucher. Schon kurze Zeit nach der Ankunft sind die meisten Gäste verzaubert von der Ruhe und Gemächlichkeit, die hier als selbstverständlich gelten. Autolärm kennen die Einwohner nicht, denn diese sind auf den Straßen Wangerooges nicht nur verboten, sondern auch überflüssig. Die Insel ist nämlich so klein, dass alle Orte problemlos zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen sind. Stattdessen steigen Urlauber in die Inselbahn, die sie von der Schiffsanlegestelle im Westen ins Innere befördert. Nach einer Strecke durch weite Dünenlandschaften und Wattenmeer hegen viele den Wunsch, die Insel nicht mehr zu verlassen. Besonders aufregend ist die Fahrt ansteigendem Wasser. Dann beschleicht einen das Gefühl, wirklich durchs Meer zu fahren.
Sehenswert sind vor allem der Bahnhof, mitsamt einer alten Dampflok, die St. Nikolai Kirche und das Städtchen Wangerooge mit seinen zahlreichen Restaurants und Kneipen. Unbedingt sollte man auch den Leuchtturm aufsuchen, indem ein Museum untergebracht ist. Wer die Stufen hinaufsteigt, wird mit einem großartigen Ausblick belohnt. Die Insel sieht aus der Vogelperspektive übrigens aus wie ein Seepferdchen. Außerdem spürt man vielleicht ein wenig Romantik, denn das alte Wahrzeichen ist ein beliebter Ort zum Heiraten.
Wer nicht mit seinem Partner, sondern mit seinem Hund anreist, findet einen separaten Hundestrand. Natürlich bietet die Insel diverse Möglichkeiten, um sportlich aktiv zu werden. Außerdem ist Thalasso und Wellness ein wichtiger Bestandteil der Inselkultur. Wer sich erholen möchte besucht am besten das große Gesundheitszentrum „Oase“.
Auch für Kinder gibt es reichlich Programm. Große Freude versprechen die Trampolin Bungee Anlagen oder das Kinderspielhaus „Sockenland“. Damit Eltern ganz in Ruhe ihren Urlaub genießen können, nehmen ihnen ausgebildete Babysitter die Aufsicht auf Wunsch für ein paar Stunden ab.
Im Sommer ist das Reiseziel ideal für den Badeurlaub, dann findet man nur mit Glück einen freien Platz am Strand, geschweige denn einen Strandkorb. Wer die wirkliche Schönheit der Insel kennen lernen möchte, kommt am besten im Herbst. Wenn die ersten Stürme über die Dünen fegen, schwingen sich unzählige Vögel in den Himmel. Spaziergänge durch die unberührte Osthälfte Wangerooges krönen jeden Urlaub. Unvergesslich ist die Atmosphäre in den Abendstunden. Wer einmal den Sonnenuntergang am Ostende der Insel miterlebt hat, ganz gleich ob in Begleitung einer Reisegesellschaft oder alleine, vermag die unglaubliche Stimmung später nicht in Worte fassen.