Borkum

Wenn die Fähre vom Festland ablegt und die fern abgelegene Insel ansteuert, entführt sie ihre Passagiere gleichzeitig in eine sagenumwobene Welt. In Borkums Architektur finden sich überall Erinnerungen an die Vergangenheit, als die Menschen noch vom Walfang lebten. Von wilden Abenteuern der Seefahrer, gekenterten Schiffen und anderen aufregenden Geschichten handeln die Legenden, die sich um die Insel ranken. Umso verlockender ist es für Urlauber, am Strand nach einem Piratenschatz zu graben.
Irgendwo auf dem 26 Kilometer langen Strand müssen doch ein paar Goldstücke zu finden sein. Dieser ist mit seiner Länge jedenfalls der größte Strand der norddeutschen Inseln. Aber auch wenn man am Ende lediglich Muscheln erbeutet, hat man allein mit Borkums Schönheit eine wahre Kostbarkeit gefunden.
Jedoch ist die Insel nicht nur diesbezüglich ein attraktives Urlaubsziel. Aufgrund der Lage findet man auf Borkum auch die vielfältigste Landschaft. Feriengäste können zwischen Spaziergängen durch weite Dünen, beschaulichen Wäldern, Süßwasserseen oder Binnenweiden wählen. Am besten man nimmt sich Zeit, um alle der eindrucksvollen Orte zu entdecken. Zum Glück schenkt einem die Natur diese Zeit, denn Borkum entfaltet seine Schönheit nicht nur saisonbedingt. Im Winter legt der Schnee eine magische Stille über die Insel, im Frühjahr erblüht sie in wundervoller Farbenpracht. Im Sommer präsentiert sie sich wortwörtlich von ihrer Sonnenseite, denn die Insel zählt zu den sonnigsten Orten Deutschlands. Die lohnenswerteste Jahreszeit für einen Aufenthalt ist jedoch der Herbst. Wenn der raue Wind mit den Wellen spielt und die tiefstehende Sonne alles in goldenes Licht taucht, spürt jeder die unbändige Kraft der Natur.
Diese besitzt durchaus heilende Wirkung. Die Gesundheit steht im Mittelpunkt des Touristenangebots. Aufgrund der klaren Meeresluft kurieren viele Allergiker auf der Insel. Pollenflug müssen sie hier nicht befürchten. Das Wellnesszentrum Gezeitenland unterstützt die Heilbehandlung oder lädt zu einem Badetag bei Regenwetter ein.
Da das Urlaubsziel soweit vom Festland entfernt ist, kommt man auf der Insel immer wieder mit der Geschichte der Seefahrt in Kontakt. Ein Wasserturm oder drei alte Baken auf einer Anhöhe erinnern an die Vergangenheit. Das Feuerschiff Borkumriff beherbergt heute ein Museum ist in jedem Fall eine Besichtigung wert. Das Museum Dykhus widmet seine Ausstellung hauptsächlich dem damals lebenswichtigen Walfangs. Unter anderem präsentiert es ein riesiges Walskelett. Lebendige Fische bestaunen Besucher hingegen in einem Aquarium. Die Leuchttürme Borkums sind malerische Fotomotive. Einmal wöchentlich findet im alten Leuchtturm eine ostfriesische Teezeremonie statt, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Während einer Fahrt mit der Inselbahn, erhält man abwechslungsreiche Eindrücke des Insellebens. So gehört auch ein Besuch des Musikpavillons an der Promenade zu einem Touristenerlebnis. Das runde Bauwerk gilt als Wahrzeichen der Insel. Über weitere Veranstaltungen informiert die Kulturinsel. Bei einem so vielseitigen Urlaub wird niemand das Festland vermissen.